In Abwandlung eines bekannten Loriot-Ausspruchs könnte man sagen: „Ein Leben ohne Kunst ist möglich, aber sinnlos“. Eine besondere, so geartete Daseinsform ist die des Sammelns von Kunstwerken, die gewissermaßen als Mitbewohner in die häusliche Umgebung einziehen und es ermöglichen, immer wieder in den Dialog mit ihren Besitzern zu treten.

Die Ausstellung Aus Jenaer Sammlungen gibt Einblicke in diese Lebenswelten. Es werden nicht nur besondere Objekte aus verschiedenen Sammlungen präsentiert, sondern auch deren BesitzerInnen inmitten ihrer Kunstwerke. Dazu wurden die SammlerInnen durch den Jenaer Fotografen Wolfgang Grau im privaten Umfeld porträtiert. Zudem erzählen die SammlerInnen in kurzen Texten von ihrem persönlichen Verhältnis zum ausgestellten Kunstwerk und berichten über ihre Wege zur Kunst und zum Sammeln. Dabei zeigen sich vielseitige Zugänge zur Kunst und es ermöglichen sich einmalige Blicke in unterschiedliche private Lebens- und Sammlungsräume.


Kunstliebhaber und -händler Armin Huber zwischen Werken seiner Sammlung. Der Fotograf Wolfgang Grau hat insgesamt 20 Sammlungen, Sammler und Sammlerinnen porträtiert.

Foto: Wolfgang Grau / Jenaer Kunstverein

Nicht zuletzt erfüllt sich durch die Ausstellung auch der Wunsch nach Partizipation und Gemeinschaft nach der langen Zeit der sozialen und kulturellen pandemiebedingten Distanz. Nachdem das Öffentliche so stark ins Private wirkte, wirkt diese Schau aus dem Privaten ins Öffentliche zurück – ein metabolisches wie auch gesellschaftliches Wechselspiel entsteht.


Begleitheft zur Ausstellung

Im Begleitheft zur Ausstellung erzählen die SammlerInnen ihre Geschichte vom Bild und über ihre Wege zum Sammeln.



Die Ausstellung wird kuratiert von Robert Sorg und Wolfgang Grau.

Foto: Wolfgang Grau

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