Eduard Rosenthal, der erste Vorsitzende des Jenaer Kunstvereins, wurde vor 168 Jahren in Würzburg geboren

Am 6. September 1853 wurde Eduard Rosenthal in Würzburg geboren. Nach dem Studium der Rechtswissenschaft und Nationalökonomie in Würzburg, Berlin und Heidelberg promovierte er 1878 in seiner Heimatstadt mit der Arbeit Zur Geschichte des Eigentums der Stadt Würzburg, und bereits 1880 habilitierte er sich an der Jenaer Universität mit einer Schrift, die die Rechtsfolgen des Ehebruchs nach kanonischem und deutschem Recht zum Inhalt hatte.

Anfangsjahre in Jena

In den folgenden Jahren wurde die kleine Universitätsstadt an der Saale zum Lebensmittelpunkt des jungen Eduard Rosenthal. Er lehrte an der Universität als Privatdozent, was ihm viel Ehre und wenig Geld einbrachte, sodass sich Salomon Rosenthal der Universität gegenüber verpflichten musste, für ein standesgemäßes Leben seines Sohnes zu sorgen. So suchte Eduard Rosenthal täglich den Mittagstisch im „Schwarzen Bären“ auf, der für unverheiratete Hochschullehrer bestimmt war. Zu ihnen gehörte auch der Extraordinarius für Neuere Deutsche Literatur und spätere Literaturhistoriker an der Universität Bonn, Berthold Litzmann. In seinem 1923 erschienenen Erinnerungsbuch Im alten Deutschland schreibt er:

Eduard Rosenthal […] hatte vom ersten Tag an unter allen jungen Kollegen auf mich die stärkste Anziehungskraft ausgeübt. Mit vielseitigem Wissen, mit stets wachem Interesse, mit klugem Urteil und feinem Geschmack in künstlerischen und literarischen Dingen verbanden sich bei ihm Charakter- und Herzenseigenschaften zu einer harmonischen Einheit, wie sie mir weder früher noch später in der Vollkommenheit begegnet sind. Die Aufrichtigkeit seiner Gesinnung und die natürliche Liebenswürdigkeit seines Wesens machten den Verkehr mit ihm zu einer Bereicherung des Lebens.“[1]

Eduard Rosenthal wurde von Kollegen und Studenten gleichermaßen geschätzt, und ihm gefiel das kulturelle Milieu in Stadt und Universität, wurde er doch freundlich von den älteren Kollegen aufgenommen, sodass er am Ende seines Lebens konstatierte, Jena habe zu den deutschen Hochschulen gehört, in denen ein steifer, jüngere Kollegen abwehrender Geheimratston nie eine Stätte gefunden habe.[2]

Eduard Rosenthal (vermutlich ist das Porträt zwischen 1908 und 1913 entstanden). Foto: © Universitätsarchiv Jena (Fotosammlung, Nr. 303-2)

Wissenschaftliche Laufbahn und gesellschaftliches Engagement

Und doch lagen zwischen seiner Habilitation und seiner Berufung zum ordentlichen Professor 16 Jahre. Diese große Zeitspanne hatte mit seiner jüdischen Herkunft zu tun, denn Eduard Rosenthal blieb ähnlich wie Siegfried Czapski und Felix Auerbach der Religion seiner Väter verbunden, ohne sie je zu praktizieren. Der Übertritt zur christlichen Religion kam für ihn nicht in Frage. Vielmehr wurzelten sein Denken und seine Welt-Anschauung in der klassischen deutschen Literatur und Philosophie sowie in den sozial-reformerischen Ideen seiner Zeit.

Als nach dem Tode von Prof. Dr. Friedrich Brockhaus der Lehrstuhl für öffentliches Recht neu besetzt werden musste, favorisierte die Juristische Fakultät Eduard Rosenthal. In einem Schreiben der Fakultät an Prorektor und Senat der Universität Jena heißt es:

Als Docent wie als Schriftsteller hat Rosenthal zweifellos Erfolge aufzuweisen. Seine Vorlesungen werden gern gehört, seine auf umfassenden Studien beruhenden Werke haben als hervorragend tüchtige Leistungen verdientermaßen allseitige Anerkennung gefunden. Auch über den Kreis der Universität hinaus hat sich Rosenthal als bewährter Charakter vollstes Vertrauen erworben. Seinen Eintritt in die Fakultät und in den Senat würden wir mit Freuden begrüßen. Würde doch damit zugleich eine gewisse Unbilligkeit des Geschickes ausgeglichen werden. Bei wiederholten Vakanzen an anderen Universitäten ist Rosenthal unberücksichtigt geblieben – nach unserer Überzeugung lediglich um deßwillen, weil er der mosaischen Religion, der Religion seiner Väter, treu geblieben ist. Diese Unbill endlich auszugleichen würde unseres Erachtens die Universität besonders berufen sein, der er während einer langen Reihe von Jahren wirklich ersprießliche Dienste geleistet hat.“[3]

Es dauerte einige Monate, ehe sich die juristische Fakultät gegen den Widerstand von Universitätskurator Heinrich Eggeling und die abwartende Haltung des Weimarer Staatsministeriums durchsetzen konnte und im März 1896 Eduard Rosenthal zum ordentlichen Professor für Rechtswissenschaft, Staats- und Verwaltungs-, Völkerrecht und Rechtsgeschichte berufen wurde. Seit dieser Zeit gehörte er zu den tonangebenden Persönlichkeiten der Universität und der Stadt, wie es sein Kollege, der Historiker Alexander Cartellieri, einmal gesagt hat. Zweimal, im Wintersemester 1899/1900 und in den Jahren 1913/1914, wurde er vom Senat der Universität in deren höchstes Amt, das des Prorektors, gewählt. Tatkräftig unterstützte er das sozial-reformerische Wirken Ernst Abbes: bei der Erarbeitung des Statuts der Carl-Zeiss-Stiftung, im Vorstand der Wohnungsbaugenossenschaft und als Berater in allen sozialen Fragen. Rosenthal und Ernst Abbe einte der Gedanke, dass moderne Industrieunternehmen keine Industrieuntertanen brauchen, sondern dass nur eine sozial engagierte Geschäftsführung und freie Industriebürger in gemeinsamer Arbeit den unternehmerischen Erfolg garantieren können. Dazu brauchte es Wissen und Bildung, und so waren es Ernst Abbe und die Carl-Zeiss-Stiftung, die das Entstehen einer Lesehalle und Leihbibliothek förderten. Eduard Rosenthal entwarf deren Statut, war Gründungsmitglied des Lesehallenvereins und führte diesen Verein von 1899 bis 1926 zu einer ersten Blüte und später durch die schweren Krisen während der Zeit des 1. Weltkriegs und der Inflation.

Rosenthal, der Jenaer Kunstverein und sein Wirken für die Kunst in Jena

1902 bezog die Lesehalle den Ostflügel des Volkshauses, und als am 29. November 1903 die erste Ausstellung im Oberlichtsaal des Volkshauses eröffnet wurde, betonte Eduard Rosenthal in seiner Begrüßungsrede, keiner dürfe von wahrer Bildung sprechen, der unausgebildete Sinne habe. Kunst sei kein Luxus, sondern gehöre ganz in der Bestimmung des Volkshauses dem ganzen Volke. Nach einer fünfjährigen Tätigkeit des Ausstellungsvereins, werde es die Aufgabe des neu zu gründenden Kunstvereines sein, eine neue Ära in der Förderung der [zeitgenössischen] Kunstbestrebungen einzuleiten.[4]

Wenige Wochen später, am 20. Dezember 1903, wurde der Jenaer Kunstverein gegründet. Vorsitzender war Eduard Rosenthal, Stellvertreter der Verleger Gustav Fischer und Schriftführerin Margarete Wagenmann, die Ehefrau des Ophthalmologen August Wagenmann. Sie war die „gute Seele“ des Kunstvereins und organisierte die meisten Ausstellungen in der Frühphase des Kunstvereins. Eduard Rosenthal stellte keine Programmatik des Jenaer Kunstvereins auf, er war nicht so sehr der Freund der Künstler, eher der Freund der Künste und der „Ermöglicher“, der für die Akzeptanz des Jenaer Kunstvereins in der Öffentlichkeit Sorge trug. Bereits ein halbes Jahr nach der Gründung des Kunstvereins, im Frühjahr 1904, trat der Berliner Botho Graef die Nachfolge von Ferdinand Noack an, lehrte klassische Archäologie und machte Studenten und Bürgerschaft mit moderner Kunst vertraut. Botho Graef beriet den Jenaer Kunstverein, vermittelte Kontakte zu ihm bekannten Künstlern und besprach die meisten Ausstellungen des Jenaer Kunstvereins in der Jenaischen Zeitung.

Botho Graef, Fotograf: unbekannt, 1909, Foto: Humboldt-Universität zu Berlin, Universitätsbibliothek

Eduard Rosenthal blieb bis 1908 Vorsitzender des Jenaer Kunstvereins. In diesen Jahren löste sich der Kunstverein vom Thüringer Ausstellungsverein bildender Künstler und erlangte mit Künstlern wie „Max Klinger, Ludwig von Hofmann, Heinrich Vogeler, Christian Rohlfs und Käthe Kollwitz ein Selbstverständnis, das durch eingestreute Sonderausstellungen einiger Werke von Vincent van Gogh und Edvard Munch untermauert wird. Auch die ersten Ausstellungsbeteiligungen der Brücke-Maler Erich Heckel und Emil Nolde fallen in diese Zeit. […] Der Kunstverein bemüht sich in diesen Jahren um die Unterstützung der ‚ganzen gebildeten Einwohnerschaft‘ – und findet sie auch.“[5]

Die Kunstfreunde von Weimar und Jena bei einem gemeinsamen Besuch der Auguste-Rodin-Ausstellung im Museum für Kunst und Gewerbe in Weimar, 1904. In der Mitte, frontal in die Kamera schauend: Eduard Rosenthal. Rechts: Elisabeth Förster-Nietzsche im Gespräch mit Henry van de Velde. Foto: © Louis Held / Lehmstedt Verlag Leipzig (abgebildet in: Louis Held, Das geistige Weimar um 1900. Leipzig: Lehmstedt, 2015)

Nicht nur im Jenaer Kunstverein und in der Gesellschaft der Kunstfreunde von Jena und Weimar, deren Vorstand Clara Rosenthal bis 1908 angehörte, setzte sich Eduard Rosenthal für moderne bildende Kunst ein, sondern er unterstützte Botho Graef auch sehr in dessen Bestreben, das neue Universitätsgebäude mit Wandbildern der besten Maler des beginnenden 20. Jahrhunderts zu schmücken. Als die Finanzierung von Ludwig von Hofmanns Wandgemälde „Musenreigen“, das für die Ostseite des Senatssaales konzipiert war, zu scheitern drohte, schlossen sich Eduard Rosenthal, der Chemiker Ludwig Knorr, der Mediziner Bernhard Riedel und der Historiker Stephan Stoy zusammen und stifteten Hofmanns „Musenreigen“ der Universität Jena.[6]

In einem Brief an den Senat der Universität schrieben die vier Stifter am 26. Oktober 1909: „Als die Schöpfung eines Weimarer Künstlers erbringt das Bild erneut den Beweis, wie unlöslich wetteifernd im Geben und Nehmen Jena und Weimar miteinander verbunden sind.“[7]

Auf die herausragende Bedeutung der Wandbilder von Ferdinand Hodler und Ludwig von Hofmann im neuen Universitätsgebäude hat Botho Graef bereits in einer 1910 im Eugen-Diederichs-Verlag erschienenen Schrift aufmerksam gemacht. Er hat das Neuartige, jedoch zugleich überzeitlich Gültige beider Wandbilder eindrucksvoll beschrieben.[8]

Auch nachdem Eduard Rosenthal in Hans Fehr einen ausgezeichneten Nachfolger als Vorsitzenden des Kunstvereins gefunden hatte und er seit 1909 als vom Senat gewählter Abgeordneter im Landtag des Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach und 1913/1914 als Prorektor der Universität stark beschäftigt war, interessierte ihn doch die moderne Bildende Kunst weiterhin. Besonders hoch war sein Engagement bei der Errichtung eines Denkmals für Ernst Abbe. Im gemeinsamen Ringen um eine Gestaltung, die das Wirken Ernst Abbes für das Zeiss-Werk, die Arbeiterschaft und die gesamte Bürgerschaft Jenas am besten symbolisieren sollte, entstand schließlich der von Henry van Velde an einen griechischen Tempel erinnernde Bau, dessen Innenseiten die Fresken Constantin Meuniers schmücken und dessen Zentrum die Abbe-Herme von Max Klinger bildet.

Das Ernst-Abbe-Denkmal auf dem Carl-Zeiss-Platz in Jena. Fotografie aus dem Jahr 1913. Abbildung: © Stadtarchiv Jena

In seiner Einweihungsrede für das Ernst-Abbe-Denkmal würdigte Eduard Rosenthal den Denkmalbau van de Veldes mit den Worten. Er „[…] atmet in seiner vornehmen Ruhe und Schlichtheit griechischen Geist und kündet des Künstlers Individualität in dem rhythmischen Schwung seiner Linien. Und welche ideale Harmonie erzeugte der Architekt durch das stimmungsvolle Zusammenklingen seiner Schöpfung mit den Werken der großen Plastiker.
In diesem Raum schweben die Meunierschen Reliefs, gleichsam ein Kranz von realisierten Ideen Abbes, eine unpersönliche Huldigung, dargebracht dem genialen Organisator der Arbeit und in jedem Einzelrelief Ausdruck verleihend seinem Lieblingsgedanken von der Solidarität aller zur gemeinsamen Arbeit Berufenen.“[9]

Auch das Heikelste war gelungen: Ernst Abbe, der alle Ehrungen ablehnte, im Bildnis festzuhalten. Max Klinger hatte das schier Unmögliche vollbracht, Abbe in den Mittelpunkt des Raumes zu stellen, ohne ihm ein Monument zu errichten. So konnte Botho Graef schon im Jahr der Einweihung des Abbe-Denkmals in einem Beitrag für die Monatszeitschrift Kunst und Künstler die künstlerische Leistung van de Veldes, Meuniers und Klingers würdigen: „Hier finden wir alles, was wir der Nachwelt vom Wesen und Wirken Abbes übermitteln wollen, restlos in Kunst umgesetzt, und in dem ganzen Werke nichts als Kunst, es darf daher im höchsten Sinne ein Denkmal genannt werden.“[10]

Villa Rosenthal Jena, Aquarellskizze von Ernst Haeckel aus dem 1917, Abbildung: © Ernst-Haeckel-Haus Jena

In den folgenden Lebensjahren widmete sich Eduard Rosenthal verstärkt der Wissenschaft und seiner Tätigkeit als Abgeordneter. Während des 1. Weltkrieges übernahm er seit 1915 den Vorsitz der städtischen Preisprüfungsstelle und half, die Preise für Lebensmittel, Kleidung und Heizmaterial stabil zu halten. Spätestens ab dem Jahr 1917 erkannte Eduard Rosenthal, dass Deutschland den Krieg nicht gewinnen konnte und es neuer staatlicher Strukturen in Deutschland bedurfte. So wurde er zu einem Vorkämpfer für ein geeintes Land Thüringen. Als der Einigungsvertrag in Kraft trat, war er der Mann der Stunde und erhielt den Auftrag, einen Verfassungsentwurf für Thüringen zu konzipieren. Der Verfassungsentwurf wurde mit nur wenigen Änderungen 1920 als Grundgesetz des Freistaates Thüringen verabschiedet.

In seinen letzten Lebensjahren erhielt Eduard Rosenthal drei späte Ehrungen, die Ehrenbürgerwürde der Stadt Jena (1920), eine Festschrift der juristischen Fakultät zu seinem 70. Geburtstag und die Ehrendoktorwürde der neu gegründeten wirtschafts- und rechtswissenschaftlichen Fakultät (1923).

Außenansicht der Villa Rosenthal Jena, Mälzerstraße 11, die seit 2009 ein öffentlicher Ort für Kunst und Kultur ist. Foto: © JenaKultur, A. Hub

Eduard Rosenthal blieb bis 1918 im Vorstand des Jenaer Kunstvereins und bis zu seinem Tode am 25. Juni 1926 Mitglied im Jenaer Kunstverein. Kunstwerke von Hans Olde, Ludwig von Hofmann, Christian Rohlfs, Raffael Schuster-Woldan und Ernst Haeckel schmückten das Haus der Rosenthals und erfreuten das Ehepaar Rosenthal, das für sich in Anspruch nehmen durfte, zu den Kunstfreunden von Jena und Weimar zu gehören.


Über den Verfasser

Der Kulturwissenschaftler und Publizist Dr. Dietmar Ebert hat eine Vielzahl von Einzelpublikationen zur Stadt- und Kulturgeschichte der Stadt Jena, zur Literatur des 20. Jahrhunderts, vor allem zu Walter Benjamin, Peter Weiss und Imre Kertész verfaßt. Im Jahr 2018 veröffentlichte er die Biografie Eduard Rosenthal. Ein Charakterporträt, erschienen in der Edition azur, Dresden, die in wenigen Tagen in einer zweiten, korrigierten Auflage erhältlich sein wird.
Dietmar Ebert ist auch Autor des Drehbuchs zum Film von Torsten Eckold “Eduard Rosenthal-Fragmente eines Lebens. Eine filmische Annäherung in Reden und Briefen.”

Foto: © Tina Peißker


[1] Berthold Litzmann: Im alten Deutschland. Erinnerungen eines Sechzigjährigen, Berlin 1923, S.286.
[2] Vgl.: Eduard Rosenthal: Die Rechtswissenschaft der Gegenwart in Selbstdarstellungen, Band III, herausgegeben von Hans Planitz, Leipzig 1929, S. 220.
[3] Auszug aus dem Bericht der Juristischen Fakultät zur Wiederbesetzung des Lehrstuhls für öffentliches Recht durch Eduard Rosenthal nach dem Tod von Prof. Dr. Friedrich Brockhaus an Prorektor und Senat Jena vom 12. November 1895, Universitätsarchiv Jena, Bestand BA, Nr. 413, Bl. 137v und 138v.
[4] Vgl. Maria Schmid: Rausch und Ernüchterung, Jena, Quedlinburg 2008, S. 10.
[5] Erik Stephan: Es gibt nur ein Programm: Freiheit! Zum 100. Todestag von Botho Graef, in: Es gibt nur ein Programm: Freiheit! Kirchner, Nolde, Heckel, Schmitt-Rottluff, Amiet und Hodler, herausgegeben von Erik Stephan für die Städtischen Museen Jena,  Jena 2017, S. 11.
[6]  Vgl.: Annette Wagner-Wilke: Ludwig von Hofmann und das Wandbild, Dissertation Freiburg im Breisgau 2011, S. 192.
[7] Eduard Rosenthal, Stephan Stoy, Bernhard Riedel und Ludwig Knorr: Brief an den Senat der Universität Jena vom 26.10.1909, UAJ, BA 1749, fol. 75.
[8] Botho Graef: Erklärungsschrift zu den Wandbildern von Ferdinand Hodler und Ludwig von Hofmann im neuen Universitätsgebäude in Jena, in: Volker Wahl: Botho Graef in Jena. Gelehrter und Kunstfreund, Jena 2021, S. 221ff.
[9] Eduard Rosenthal, Einweihungsrede für das Ernst-Abbe-Denkmal, Jenaer Volksblatt vom 1. August 1911, Erstes Blatt, Stadtarchiv Jena.
[10] Botho Graef: Betrachtung zum neu geschaffenen Denkmal für Ernst Abbe in Jena, in Volker Wahl, wie Anm.8, S.243-248.


Im Jahr 2018 widmete sich der Botho-Graef-Kunstpreis dem Gedenken des Ehepaars Eduard und Clara Rosenthal. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde das Andenken an das Wirken Eduard Rosenthals für die Universität und die Stadt Jena, sowie für das Land Thüringen getilgt. Clara Rosenthal, die Witwe Eduard Rosenthals, nahm sich am 11. November 1941 unter dem Druck antisemitischer Repressionen das Leben.
Ein dezentrales Denkmal, entworfen von Horst Hoheisel und Andreas Knitz, erinnert an das Wirken der Rosenthals. Mehr zum Denkmal »Erkundungsbohrungen« erfahren sie ↗ hier.