Daniel Homann (*1989) setzt sich in seinen Werken kritisch mit (künstlerischen) Lebenswelten auseinander: Malerische Selbstreflexionen und Statements zeichnen ein vielschichtiges Bild von Realitäten zwischen Prekariat und wirtschaftlichem Erfolg, Schaffensprozess und -krise.
Dabei befragt er sowohl das künstlerische Handeln, als auch das Medium der Malerei, indem er es, im wörtlichen Sinne, beschreibt. “Man müsste aufschreiben, was man nicht sagen muss, weil man malt.” – im Titel der Ausstellung zeigt sich die Dreiheit menschlicher Ausdrucksformen, in denen sich Daniel Homann bewegt – das geschriebene Wort, das gemalte Bild, die gesprochene Sprache. Der Künstler lotet die Möglichkeiten der Malerei als auch der Sprache aus, nutzt ihre Freiheiten, stößt an Ihre Grenzen. Im Zentrum seines Schaffens steht immer eines – das Bild.
Daniel Homann, Ausstellungsansicht Kunsthaus Bethanien, Foto: Philipp Valenta
Eine raumgreifende Installation verbindet diese drei Ausdrucksformen und macht die existenzielle, mal pathetische, mal ironisch-humorvolle Suche nach Sinn und Form und dem, was man Erfolg nennt, erfahrbar.
Daniel Homann
Daniel Homann wurde 1989 in Burg (bei Magdeburg) geboren. Nach der Realschule begann er eine Ausbildung zum Glaser, die er nach einem Jahr abbrach. Es folgte eine schulische Ausbildung zum gestaltungstechnischen Assistenten. 2010 begann er ein Studium der „Freien Kunst“ an der Bauhaus Universität Weimar. Von 2015 bis 2016 studierte er an der Akademie der Bildenden Künste in Wien. Nachdem er sein Studium 2017 an der BU Weimar erfolgreich abschloss, begann er im selben Jahr ein Doktoratsstudium der Philosophie an der Akademie der Bildenden Künste in Wien, welches er 2020 abbrach. Er lebt und arbeitet in Leipzig.
Daniel Homann: „Im Mittelpunkt meiner künstlerischen Arbeit und Forschung steht das wechselhafte, widersprüchliche Verhältnis zwischen bewusst gesetzter Handlung und affektiver Regung. Sichtbar werden die Spielarten dieses Verhältnisses in Form malerischer und textueller Spuren, die sich im Zuge intensiver Arbeitsprozesse überschneiden, ergänzen und negieren. So entstehen disparate Erzählanordnungen, die sich in ihrer Flüchtigkeit einem geschlossenen Ende verwehren.“
Text von Daniel Homann zur Ausstellung / Begleitheft
Daniel Homann, Man müsste aufschreiben, was man nicht sagen muss, weil man malt, Ausstellung im Jenaer Kunstverein, 17.10.-6.12.2025
Vernissage am 17.10.25, Daniel Homann liest den Text "Man müsste aufschreiben, was man nicht sagen muss, weil man malt" in der Installation im unteren Ausstellungsraum. Foto: Wolfgang Grau
Daniel Homann, Man müsste aufschreiben, was man nicht sagen muss, weil man malt, Ausstellung im Jenaer Kunstverein, 17.10.-6.12.2025
Vernissage am 17.10.25, Daniel Homann liest den Text "Man müsste aufschreiben, was man nicht sagen muss, weil man malt" in der Installation im unteren Ausstellungsraum. Foto: Wolfgang Grau
Daniel Homann, Man müsste aufschreiben, was man nicht sagen muss, weil man malt, Ausstellung im Jenaer Kunstverein, 17.10.-6.12.2025
Vernissage am 17.10.25, Daniel Homann liest den Text "Man müsste aufschreiben, was man nicht sagen muss, weil man malt" in der Installation im unteren Ausstellungsraum. Foto: Wolfgang Grau
Daniel Homann, Man müsste aufschreiben, was man nicht sagen muss, weil man malt, Ausstellung im Jenaer Kunstverein, 17.10.-6.12.2025
Vernissage am 17.10.25. Foto: Wolfgang Grau
Daniel Homann, Man müsste aufschreiben, was man nicht sagen muss, weil man malt, Ausstellung im Jenaer Kunstverein, 17.10.-6.12.2025
Vernissage am 17.10.25. Foto: Wolfgang Grau
Daniel Homann, Man müsste aufschreiben, was man nicht sagen muss, weil man malt, Ausstellung im Jenaer Kunstverein, 17.10.-6.12.2025
Vernissage am 17.10.25. Hommage à Homann - Kurator Robert Sorg spricht zur Eröffnung. Foto: Wolfgang Grau
Daniel Homann, Man müsste aufschreiben, was man nicht sagen muss, weil man malt, Ausstellung im Jenaer Kunstverein, 17.10.-6.12.2025
Vernissage am 17.10.25. Hommage à Homann - Kurator Robert Sorg spricht zur Eröffnung. Foto: Wolfgang Grau
Daniel Homann, Man müsste aufschreiben, was man nicht sagen muss, weil man malt, Ausstellung im Jenaer Kunstverein, 17.10.-6.12.2025
Ausstellungsansicht oberer Raum, Galerie im Stadtspeicher. Foto: Wolfgang Grau
Daniel Homann, Man müsste aufschreiben, was man nicht sagen muss, weil man malt, Ausstellung im Jenaer Kunstverein, 17.10.-6.12.2025
Ausstellungsansicht oberer Raum, Galerie im Stadtspeicher. Foto: Wolfgang Grau
Daniel Homann, Man müsste aufschreiben, was man nicht sagen muss, weil man malt, Ausstellung im Jenaer Kunstverein, 17.10.-6.12.2025
Detail aus: Das ändert nichts, Mischtechnik auf Leinwand. Ausstellungsansicht oberer Raum, Galerie im Stadtspeicher. Foto: Wolfgang Grau
Daniel Homann, Man müsste aufschreiben, was man nicht sagen muss, weil man malt, Ausstellung im Jenaer Kunstverein, 17.10.-6.12.2025
Ausstellungsansicht oberer Raum, Galerie im Stadtspeicher. Foto: Wolfgang Grau
Daniel Homann, Man müsste aufschreiben, was man nicht sagen muss, weil man malt, Ausstellung im Jenaer Kunstverein, 17.10.-6.12.2025
Ausstellungsansicht oberer Raum, Galerie im Stadtspeicher. Foto: Wolfgang Grau
Daniel Homann, Man müsste aufschreiben, was man nicht sagen muss, weil man malt, Ausstellung im Jenaer Kunstverein, 17.10.-6.12.2025
Ausstellungsansicht oberer Raum, Galerie im Stadtspeicher. Foto: Wolfgang Grau
Daniel Homann, Man müsste aufschreiben, was man nicht sagen muss, weil man malt, Ausstellung im Jenaer Kunstverein, 17.10.-6.12.2025
Ausstellungsansicht oberer Raum, Galerie im Stadtspeicher. Foto: Wolfgang Grau
Daniel Homann, Man müsste aufschreiben, was man nicht sagen muss, weil man malt, Ausstellung im Jenaer Kunstverein, 17.10.-6.12.2025
Besucher der Vernissage am 17.10.25. Foto: Wolfgang Grau
Daniel Homann, Man müsste aufschreiben, was man nicht sagen muss, weil man malt, Ausstellung im Jenaer Kunstverein, 17.10.-6.12.2025
Ausstellungsansicht oberer Raum, Galerie im Stadtspeicher. Foto: Wolfgang Grau
Daniel Homann, Man müsste aufschreiben, was man nicht sagen muss, weil man malt, Ausstellung im Jenaer Kunstverein, 17.10.-6.12.2025
Ausstellungsansicht oberer Raum, Galerie im Stadtspeicher. Foto: Wolfgang Grau
Daniel Homann, Man müsste aufschreiben, was man nicht sagen muss, weil man malt, Ausstellung im Jenaer Kunstverein, 17.10.-6.12.2025
Besucherinnen und Besucher der Vernissage am 17.10.25. Foto: Wolfgang Grau
Daniel Homann, Man müsste aufschreiben, was man nicht sagen muss, weil man malt, Ausstellung im Jenaer Kunstverein, 17.10.-6.12.2025
Ausstellungsansicht oberer Raum, Galerie im Stadtspeicher. Foto: Wolfgang Grau
Daniel Homann, Man müsste aufschreiben, was man nicht sagen muss, weil man malt, Ausstellung im Jenaer Kunstverein, 17.10.-6.12.2025
Ausstellungsansicht oberer Raum, Galerie im Stadtspeicher. Foto: Wolfgang Grau
Daniel Homann, Man müsste aufschreiben, was man nicht sagen muss, weil man malt, Ausstellung im Jenaer Kunstverein, 17.10.-6.12.2025
Installation im unteren Ausstellungsraum in der Galerie im Stadtspeicher. Foto: Wolfgang Grau
Daniel Homann, Man müsste aufschreiben, was man nicht sagen muss, weil man malt, Ausstellung im Jenaer Kunstverein, 17.10.-6.12.2025
Detail der Installation im unteren Ausstellungsraum in der Galerie im Stadtspeicher. Foto: Wolfgang Grau
Daniel Homann, Man müsste aufschreiben, was man nicht sagen muss, weil man malt, Ausstellung im Jenaer Kunstverein, 17.10.-6.12.2025
Detail der Installation im unteren Ausstellungsraum in der Galerie im Stadtspeicher. Foto: Wolfgang Grau
Daniel Homann, Man müsste aufschreiben, was man nicht sagen muss, weil man malt, Ausstellung im Jenaer Kunstverein, 17.10.-6.12.2025
Detail der Installation im unteren Ausstellungsraum in der Galerie im Stadtspeicher. Foto: Wolfgang Grau
Daniel Homann, Man müsste aufschreiben, was man nicht sagen muss, weil man malt, Ausstellung im Jenaer Kunstverein, 17.10.-6.12.2025
Detail der Installation im unteren Ausstellungsraum in der Galerie im Stadtspeicher. Foto: Wolfgang Grau
Daniel Homann, Man müsste aufschreiben, was man nicht sagen muss, weil man malt, Ausstellung im Jenaer Kunstverein, 17.10.-6.12.2025
Detail der Installation im unteren Ausstellungsraum in der Galerie im Stadtspeicher. Foto: Wolfgang Grau
Daniel Homann, Man müsste aufschreiben, was man nicht sagen muss, weil man malt, Ausstellung im Jenaer Kunstverein, 17.10.-6.12.2025
Installation im unteren Ausstellungsraum in der Galerie im Stadtspeicher. Foto: Wolfgang Grau
Daniel Homann, Man müsste aufschreiben, was man nicht sagen muss, weil man malt, Ausstellung im Jenaer Kunstverein, 17.10.-6.12.2025
Detail der Installation im unteren Ausstellungsraum in der Galerie im Stadtspeicher. Foto: Wolfgang Grau
Daniel Homann, Man müsste aufschreiben, was man nicht sagen muss, weil man malt, Ausstellung im Jenaer Kunstverein, 17.10.-6.12.2025
Detail der Installation im unteren Ausstellungsraum in der Galerie im Stadtspeicher. Foto: Wolfgang Grau
Daniel Homann, Man müsste aufschreiben, was man nicht sagen muss, weil man malt, Ausstellung im Jenaer Kunstverein, 17.10.-6.12.2025
Detail der Installation im unteren Ausstellungsraum in der Galerie im Stadtspeicher. Foto: Wolfgang Grau
Daniel Homann, Man müsste aufschreiben, was man nicht sagen muss, weil man malt, Ausstellung im Jenaer Kunstverein, 17.10.-6.12.2025
Installation im unteren Ausstellungsraum in der Galerie im Stadtspeicher. Foto: Wolfgang Grau
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Veranstaltungen zur Ausstellung
Sonntag, 2. 11. 2025, 16 Uhr Bildbeschreibung. Partizipative Betrachtung mit Daniel Homann
Gemeinsam mit dem Künstler Daniel Homann wird eines seiner Werke aus der Ausstellung genauer unter die Lupe genommen. Die Teilnehmenden sind eingeladen, ihre eigenen Beobachtungen zum Kunstwerk zu äußern. Durch den Austausch verschiedener Wahrnehmungen kann sich zeigen, wie unterschiedlich Kunst erfasst werden kann und welchen Stellenwert die individuelle Perspektive einnimmt. Der Kunsthistoriker Robert Sorg moderiert die Veranstaltung.
Vertreter*innen aus dem Kunstbetrieb, Kulturpolitik und Kulturmanagement sprechen über Herausforderungen, Bedingungen und Möglichkeiten freiberuflicher künstlerischer Berufe.
East German Gothic Study (source material), 22:43 Min. & The East German Futurists, 24:47 Min. anschließend Gespräch mit den Regisseuren Fabian Reetz und Leon Meschede