Jahresprogramm 2020

Wie einst der historische Vorgänger strebt auch der heutige Jenaer Kunstverein zuallererst die Pflege, Förderung und Verbreitung der zeitgenössischen Kunst an. Unter dieser Prämisse gestaltet sich seit 1990 das jährliche Ausstellungsprogramm des Vereins: Zeitgenössische, junge Kunst aus allen Gattungen und Genres werden präsentiert.
Entsprechend steht das Ausstellungsprogramm des Jubiläumsjahres 2020 unter der Überschrift vielfalt!. Darin subsumieren sich zugleich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Jenaer Kunstvereins.
Zum Jahresprogramm 2020 ist ein Katalog erschienen. Die Online-Version finden Sie ↗ hier.

Ausstellungsprogramm 2O2O:
• 14. Februar bis 21. März 2020 | verlängert bis 20. Mai 2020
vielfalt! – JUBILÄUMSAUSSTELLUNG
30 Künstler*innen aus 30 Jahren Jenaer Kunstverein
• 4. April bis 16. Mai 2020 verschoben auf 17. Juli bis 18. Juli 2020
1. Jenaer Ausstellungspreis für junge Kuratorinnen und Kuratoren
Dressuren der Durchlässigkeit
Preisträgerausstellung, Kuration: Nina Lucia Groß
• 3. Juni bis 17. Juli 2020
FrommannscherSkulpturenGarten 2020: Animal Crossing | Dana Meyer
In Kooperation mit dem Lehrstuhl für Kunstgeschichte der Friedrich-Schiller-Universität Jena
• 24. Juli bis 27. September 2020
Skulpturen im Botanischen Garten
Wulf Kirschner | Himmel und Erde
Stahlskulpturen, platonische und archimedische Körper
In Kooperation mit dem Botanischen Garten Jena der Friedrich-Schiller-Universität Jena
• 29. August bis 10. Oktober 2020
Vom Glück der Provinz
Ein Ausstellungsprojekt im Rahmen des Weimarer Kunstfestes 2020 in Kooperation mit der ACC Galerie Weimar und dem Kunstfest Weimar
Thema: Perspektivwechsel und Selbstbestimmung in Thüringen
• ab 15. November 2020
1. Jahresverkauf | Verkaufsausstellung
140. Geburtstag: Eberhard Grisebach – Geschäftsführer des Kunstvereins Jena 1912-1921
Vor 140 Jahren wurde am 27. Februar 1880 Eberhard Grisebach geboren. Von 1912 bis 1921 war der an der Universität Jena promovierte und habilitierte Philosoph Geschäftsführer des Kunstvereins Jena. Unter seiner Leitung wurde der Grundstock für die legendäre Sammlung klassisch-moderner Kunst gelegt. Cuno Aimet, Erich Heckel, August Macke, Franz Marc und Emil Nolde sind nur einige Namen jener Künstler, mit deren Werken in den 1910er Jahren durch Ankauf oder Schenkung die Sammlung des Kunstvereins aufgebaut wurde. Der Expressionist Ernst Ludwig Kirchner stiftete in Andenken an seinen im Jahr 1917 in Jena verstorbenen Freund und Förderer Botho Graef dem Kunstverein Jena 260 Holzschnitte, Lithographien und Radierungen. Eberhard Grisebach nahm im Jahr 1918 diese umfangreiche Stiftung für die Sammlung des Kunstvereins entgegen. Grisebach beendete seine geschäftsführende Tätigkeit im Jahr 1921. Sein Nachfolger wurde Walter Dexel, der die Sammlung um avantgardistische und abstrakte Kunst im geistigen Kontext einer neuen Formensprache nach dem ersten Weltkrieg und im räumlichen Zusammenhang mit dem nahen Weimarer Bauhaus erweiterte.
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