Tetralog | Führungen durch die Ausstellung

  • Donnerstag | 22. März | 18 Uhr
  • Samstag | 14. April | 14 Uhr
  • sowie auf Anfrage

In seiner zweiten Ausstellung des Jahres präsentiert der Jenaer Kunstverein neueste Arbeiten von Tanja Pohl. Die 1985 im Vogtland geborene Künstlerin studierte von 2005 bis 2010 an der Hochschule für Bildende Künste Dresden bei der Grafikerin Elke Hopfe. Anschließend absolvierte Pohl bei ihr sowie bei dem Maler Christian Macketanz ein Meisterschülerstudium, das sie 2013 erfolgreich abschloss.

Unter dem Titel „Tetralog“ vereint Tanja Pohl neueste Gemälde und grafische Blätter. Ihre Werke kreisen um die Komplexe Mensch und Maschine, Natur und Gesellschaft. Sie sind getrieben von existenziellen Fragen wie der nach dem Nutzen und den Gefahren technologischer Entwicklungen oder den Auswirkungen der Ökonomisierung auf unsere Arbeits- und Lebenswelt.

Tanja Pohl eigen sind die Lust und der Drang zum experimentellen Arbeiten, insbesondere mit der klassischen Druckgrafik. Immer wieder aufs Neue lotet sie die Möglichkeiten drucktechnischer Methoden und Verfahren aus. Diese werden vielseitig variiert, wobei verschiedenste Werkzeuge zum Einsatz kommen. Am Ende verwischen Gattungsgrenzen; nicht selten entstehen unikate Drucke.

Als Grenzgängerin zeigt sich Tanja Pohl auch durch ihre Nähe zur Musik, genauer gesagt zum Jazz. Das Gemälde „Tetralog“ ist von dem gleichnamigen Jazzstück von Heinz Sauer inspiriert. Sie selbst improvisiert gelegentlich tänzerisch zur Musik. In Greiz, wo sie seit geraumer Zeit zu Hause ist, hat sie 2013 die Veranstaltungsreihe ATELIERkonzerte ins Leben gerufen, bei der auch die Gattung Text eine Rolle spielt. „Um ein Gesamtkunstwerk entstehen zu lassen, braucht es jedes künstlerische Genre“, sagt Tanja Pohl, „Alle Sinne müssen angesprochen werden! So kamen zu Bild und Klang, Lyrik und Performance.“

In Jena wird Tanja Pohl am 19. April um 19 Uhr in Begleitung von David Hummel (Violine) und Peer Salden (Altklarinette) mit einer Improvisation zu ihren ausgestellten Arbeiten zu sehen sein.